Almrausch 2016

Odie, das liebe Hängenauchschwein

Aufi auf d´Alm!

Wie jedes Jahr fuhren meine Kinder und ich auf die Wansingalm. Für uns einfach ein perfekter Wohlfühlort. Abschalten vom Alltag und einfach die Natur genießen. Im Biosphärenpark Nockberge ist die Welt noch (fast) in Ordnung. Überall sprießen Blumen, die andernorts kaum mehr zu finden. Zahlreiche Orchideen und andere seltene Pflanzen säumen die Wege. Über die Wiesen springen Frösche und Kröten und in den vielen kleinen Tümpeln tummeln sich Molche.

Hier kann Kind wieder Kind sein. Ein kleiner Bach lädt zum Damm bauen ein und so waren die Kinder heuer einen Tag damit beschäftigt, Dämme zu bauen und unter Steinen nach Steinfliegen Larven zu suchen.

Gipfelstürme gehören natürlich dazu. Begleitet vom Pfeifen der Murmeltiere wird man oben mit einer herrlichen Aussicht belohnt und wenn man Glück hat, kann man sogar einen Steinadler beobachten.

Kreuzotter

Ich wäre heuer beim Abstieg beinahe auf eine Kreuzotter getreten, die sich plötzlich unter meinem linken Fuß ringelte und dann so geschwind in Unterholz schlängelte, dass ich gar kein Foto mehr machen konnte.

Ein seltener Anblick. Obwohl die Kreuzotter, die andernorts schon fast ausgerottet ist, in den Nockbergen noch relativ häufig vorkommt, bekommt man sie selten zu sehen. Die Tiere sind recht scheu.

Übrigens: Todesfälle mit Kreuzottern hat es in Österreich seit über 10 Jahren keine mehr gegeben. Gefährdet sind bei einem Biss vor allem Kinder oder kranke Menschen. Dennoch sollte man in Wiesen in Gegenden, wo Kreuzottern vorkommen können nur mit knöchelhohen Schuhen gehen, fest auftreten und keine Schlangen anfassen. Vor allem wenn man sich nicht sicher ist, ob die Ringelnatter tatsächlich eine Ringelnatter ist oder die Blindschleiche eine Blindschleiche. Nicht immer sind Schlangen auf den ersten Blick zweifelsfrei zu erkennen. Nicht jede Kreuzotter hat ein schwarzes Zackenband auf grauem Grund. Manche Exemplare sind (fast) schwarz.

Badewetter und Schneegestöber in einer Woche

Heuer konnten wir auch wettermäßig alle Register ziehen. War anfangs unserer Almwoche, Anfang Juli, Kaiserwetter angesagt, so wurde dieses von zwei Tagen Dauergewitter mit zuckenden Blitzen und dröhnenden Donnern abgelöst. Ein Kälteeinbruch bereitete dem Gewitter ein Ende und über Nacht waren ringsum alle Gipfel über 2000m weiß. Wir waren also in dieser Woche im klirrend kalten Luckasee baden (zumindest die Kinder), haben uns in der glühenden Sonne die Haut verbrannt (zumindest ich, die Kinder habe ich genügend fest mit Sonnencreme eingeschmiert) und sind bei einer Wanderung zum „Stern“ sogar durch Schnee gestapft.

Jedenfalls haben wir die frische Kuhmilch, die frische Bergluft und den Duft des frisch gemähten Heus (am Anfang der Woche) wieder sehr genossen und freuen uns schon jetzt auf den Almrausch 2017!!!!

 

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