Wohin in den Urlaub- Urlaub für die Kleinen oder für die Großen??

freche Möve

Wohin in den Urlaub? In die Berge oder an den Strand? All inklusive oder Abenteuer?

Ich habe heute in einer Zeitschrift für Eltern geblättert und verwundert eine Kontroverse über Pro- und Contra von  “Kinderurlaub” gelesen. Gemeint war, sollten im Urlaub die Eltern ihre Bedürfnisse gegenüber denen der Sprösslinge beugen oder geht es nach dem Motto, geht es den Eltern gut, geht es den Kindern gut und die Kinder kommen in den Kids-Club und die Großen entspannen am Strand.

Ich habe mich beim Lesen des Berichts ziemlich gewundert. Warum soll “Bedürfnis der Kinder” immer lautes und schrilles Animationsprogramm bedeuten? Sind unsere Kinder nicht ohnehin im Alltag überanimiert? Die Freizeitplanung ist von außen organisiert. TV-Geräte und Computerspiele, Tablet und Smartphones tönen und blinken und sorgen dafür, dass unseren dauerüberreizten Kindern keine Minute der Stille, der Langeweile, der “Jetzt muss ich selber Kreativ sein” Zeit bleibt. Und dann geht es ab in den Urlaub, extra für die lieben Kleinen nach Disneyland oder ins Kinderhotel. Die Beschallung, die Reizüberflutung geht weiter. Ich meine, Urlaub für Kinder muss auch bedeuten, dass Kinder Zeit für sich haben, dass Eltern Zeit für die Kinder haben und im Idealfall, dass Eltern auch mal Zeit für sich haben. Ein Urlaub auf einer Alm oder einem Bauernhof ist, finde ich, perfekter Kinderurlaub. Langeweile kommt keine auf, dennoch müssen die Kids selber aktiv werden. Aber Wald und Wiese, Bäche, Tiere,… regen die Kreativität an und Kinder können ganz Kinder sein. Sogar das Tablet wird vergessen und erst am Abend fällt ihnen ein, dass der Fernseher den ganzen Tag nicht an war.

Natürlich will man nicht immer (nur) auf die Alm fahren, aber auch beim Urlaub am Meer oder anderen Reisen lassen sich die Bedürfnisse von klein und groß unter einen Hut bringen. Es versteht sich von selbst, dass die Eltern auf die Kinder immer Rücksicht nehmen müssen und etwa beim Wandern oder auch bei Städtetrips entsprechende Routen (mit für die Kids attraktiven Zielen, z.B. Einen Spielplatz) einplanen. Dann sind die Kleinen auch nicht überfordert und verbinden das Thema Wandern oder Stadtbesichtigung mit positiven Erlebnissen.

Wir machen alle zwei Jahre eine größere Flugreise und lassen die Kinder mit planen. So war China ein ganz großer Wunsch meiner Tochter. Natürlich organisieren wir Großen die Route, aber die Kids dürfen bei den Etappenzielen zumindest mitbestimmen. Mir ist aufgefallen, je mehr Naturraum dabei so eine Reise beinhaltet umso erholsamer ist die Reise. Selbst bei anstrengenden selbst organisierten Trips, wie wir sie machen, findet man Ruhe und Erholung bei Pirschfahrten oder Wanderungen durch Nationalparks.

Und dann müssen sich Urlaub für Kinder und Urlaub für Eltern nicht mehr ausschließen!

freche Möve

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