Interrail mit Kindern

Towerbridge

Wohin in den Urlaub?

Die Kinder waren schon in Asien, kennen China und Thailand; waren in Mauritius und Mittelamerika. Sie wanderten im Regenwald der Österreicher und kennen die Tiger im Tigertempel, die Metropolen Bangkok, Panama City, Shanghai und Peking.

Um unseren ökologischen Fußabdruck kleiner zu halten, dennoch unserer Reiselust zu frönen, haben wir einen Kompromiss getroffen. Wir haben beschlossen, nur noch jedes zweite Jahr in den Flieger zu steigen, dazwischen Urlaube zu machen, die “flugfrei” sind. Wir wählen Ziele, die mit Zügen oder Bussen erreichbar sind und innerhalb Europas reisen wir generell per Bahn.

Da die Kinder die wichtigsten Hauptstädte Europas noch nicht kannten, auch ich war noch nie in Brüssel oder in London länger als zum Umsteigen bei British Airlines, wollten wir Europa “erfahren” und dann noch zum Baden in den Süden.

Interrail mit Kindern, geht das denn?

“Ihr macht Interrail, mit Kindern? Geht das denn?”, fragten uns manche Bekannte. Gleich vorweg: ja, das geht. Unsere Kids sind ja schon recht groß; 8 und 11 Jahre alt. Wir waren aber auch schon in Polen per Zug, machten eine Rundreise in ThailandCosta Rica/Panama oder China, da waren die Kinder noch wesentlich jünger.

Wichtig ist sicher die Reiseplanung. Reisen mit Kinder muss anders sein, auf Kinder abgestimmt sein, als wenn Erwachsene oder eine Gruppe Jugendlicher reist. Ich habe auch schon “Interrail-Babys” gesehen, auch das geht.

Tipps für Interrail oder andere Individualreisen mit Kindern:

  • Reiseziele für die Kinder einplanen; stundenlanges Abpilgern von Kirchen oder anderen urbanen Zielen wird vielen Kindern fad. Wir planen immer spannende Ziele für die Kinder ein: z.B. Tiergärten, Nationalparks oder die Comicfassaden Brüssels
  • Kinder in die Planung mit einbeziehen: was wollen die Kinder unbedingt sehen?
  • Nachtzugfahrten sind sehr entspannend
  • Vorplanung von zuhause aus (Hotels vor buchen, Zugstrecken raussuchen, Sehenswürdigkeiten checken, Highlights gemeinsam mit den Kindern auswählen
  • Pausenfüller mitnehmen: Bücher, Malsachen, Gesellschaftsspiele oder ein ein “Spielvorrat a la “Ich seh ich seh, was du nicht siehst”, Wortschlangen,… sind wichtig, um doch mal nicht vermeidbare Wartezeiten zu überbrücken. (hier findet man ein paar Spiele: http://www.kidsaway.de/auto-fahren/top-10-spontane-spiele-fuer-die-autofahrt-bei-denen-kinder-und-eltern-spass-haben/

Unsere Reise

Unsere Reise führte uns nach Berlin (Nachtzugfahrt), weiter nach Brüssel (für mich ein heißer Städtetrip-Tipp und gut per Bahn erreichbar) und London. Die Hauptstadt Großbritanniens empfanden wir aufregend und spannend, aber auch etwas stressig und die Obdachlosenszene in den U-Bahn-Bereichen war traurig zu beobachten.

Spannend und unvergesslich war unser Ausflug nach Stonehenge. Wir führen mit Bus und bahn durch eine wunderschöne Agrarlandschaft un gnossen die Magie, die von Stonehenge ausging.

Über Dover (Hafenstadt) erreichten wir Paris. Paris ist charmant und trotz Großstadtstress etwas ruhiger als London. Vor allem gibt es genügend (relativ) ruhige Plätze am Montmartre oder rund um den Eiffelturm.

Da sich die Weiterfahrt in Paris als schwierig rausstellte (eine Zugreservierung von Paris nach Rom zu machen war uns in der Tat nicht möglich), so fuhren wir nach Basel, wo die Eisenbahn-Beamtin äußerst kompetent agierte und die Reservierung für den Zug nach Rom kein Problem mehr war!

Wir fuhren nach Sizilien, wo wir den Ätna bestiegen, im Naturschutzgebiet Vendicari badeten und wanderten und im ruhigen Örtchen Marina die Noto wohnten und badeten (und uns 50 Jahre in der Zeit zurückversetzt fühlten). Wir besuchten die UNESCO-Weltkulturerben von Catania und Taormina. Zuletzt bestaunten wir noch die vielen Sensationen von Rom.

 

Im Rucksack meiner Tochter hatte sich ein “Blinder Passagier” eingeschlichen. Unten daher die Höhepunkte von “Bärlis großer Reise”, der mit uns durch Europa bis nach Sizilien fuhr und Selfies von sich mit vielen wichtigen Bauten, aber auch vom Ätna und beim Relaxen am Strand machte….

Bärlis große Reise:

 

 

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