Palm-und Erdölfrei leben

An Silvester saßen meine Tochter und ich noch länger zusammen und unterhielten uns über „Gott und die Welt“.

Meine Tochter fragte mich: „Mama, hast Du heuer einen besonderen Vorsatz?“

ich zuckte kurz mit den Achseln. Eigentlich nicht wirklich.

Am nächsten Morgen las ich einen Bericht über Palmöl und war ganz verwundert, dass selbst die hochwertigsten Produkte, auch ökologische und an sich nachhaltige Produkte  Palmöl enthalten.

Warum ich so vehement gegen Palmöl bin? Palmöl an sich ist ja kein schlechtes Produkt (wäre kein schlechtes Produkt), allerdings werden für die Schaffung neuer Palmölplantagen riesige Regenwaldflächen gerodet- und somit viele Arten für immer ausgelöscht und anderen Arten massiv Lebensraum zerstört.

Ich wollte mir ein neues Ziel für meine Familie und mich stecken; ein Jahr lang ohne Erdöl und ohne Palmöl leben.

Schon nach wenigen Tagen musste ich eine Erkenntnis hinnehmen; wir wohnen in der Stadt: fast alle Lebensmittel sind in Plastik verpackt, selbst im Bioladen werden sie aus dem Plastik erst ausgewickelt. Milch ist im Tetrapack und alle Lebensmittel haben einen mehr oder weniger großen CO2 Rucksack mit sich.

Palmöl einsparen geht schon leichter: Kosmetik mache ich fast ausschließlich selber und Snacks und Junk Food konsumieren so wenig; da müssen wir nur noch mehr aufpassen- denn nicht nur hochwertige Kosmetika, auch an sich nachhaltig agierende Lebensmittelmarken greifen auf Palmöl zurück.

Ich habe also schon nach wenigen Tagen meinen Neujahrsvorsatz revidieren müssen; den  Gegebenheiten und Möglichkeiten entsprechend nehme ich mir fürs kommende Jahr nun vor, Erdöl weitestgehend einzusparen und Palmöl gänzlich einzusparen.

Es war allerdings schlimm für mich zu erkennen, dass man, als autofreier und ökologisch sehr orientierter Mensch auf Erdöl- in der Stadt nicht gänzlich verzichten kann.

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