Schnee von Gestern?

Glaubt man einer bekannten österreichischen Gratis-Tageszeitung, so ist der Klimawandel „Schnee von Gestern“.
Der britische Klimaforscher Phil Jones soll Daten gefälscht haben. Für die Zeitung Grund genug, die gesamte Klimaforschung in Frage zu stellen:

www.heute.at/news/welt/Klimawandel-alles-nur-ein-Bluff

Alles nur ein Bluff? Alle Wissenschaftler blöd? Wer mal an der Uni war weiß, dass dort nicht nur Deppen am Werk sind, dass dort hart gearbeitet wird, Daten überprüft und recherchiert werden. Klar, wo Menschen arbeiten gibt es Fehler, gibt es Missbrauch. Aber dass alle Klimaforscher der Welt dem Betrug eines einzelnen Wissenschaftlers erlegen sind?

Zum Glück gibt es mehr als nu einen Wissenschaftler. Klar, es ist verwirrend, dass just in Zeiten der Klimaerwärmung es bei uns so sau-Kalt ist. Klar, möchte man gerne bein Wissen darum, dass es schon seit jeher Klimaschwankungen gibt den Kopf in den Sand stecken und so bequem weitermachen wie bisher.

Darum sind Zeitungsartikel wie eben jener eben beschriebene furchtbar bequem. Daun finde ich jenen Artikel aber auch besonders gefährlich.

Und zur Frage „Warum Kälte trotz Erwärmung“ gibt es auch Begründungen. Scheint mit El Ninjo zusammen zu hängen. Näheres unter www.tagesschau.de.

Leider verwechseln auch viele Klima und Wetter. Ein kurzer Blick in das Online-Lexikon Wikipedia klärt uns aber auf:

Klima :

Das Klima steht als Begriff für die Gesamtheit aller meteorologischen Vorgänge, die für den durchschnittlichen Zustand der Erdatmosphäre an einem Ort verantwortlich sind. Oder anders ausgedrückt: Klima ist die Gesamtheit aller an einem Ort möglichen Wetterzustände, einschließlich ihrer typischen Aufeinanderfolge sowie ihrer tages- und jahreszeitlichen Schwankungen. Das Klima wird dabei jedoch nicht nur von Prozessen innerhalb der Atmosphäre, sondern vielmehr durch das Wechselspiel aller Sphären der Erde (Kontinente, Meere, Atmosphäre) sowie der Sonnenaktivität geprägt. Es umfasst zudem unterschiedlichste Größenordnungen, wobei vor allem die zeitliche und räumliche Dimension des Klimabegriffs von entscheidender Bedeutung für dessen Verständnis ist.

Wetter
Als Wetter (v. althochdt.: wetar = Wind, Wehen) bezeichnet man den spürbaren, kurzfristigen Zustand der Atmosphäre (auch: messbarer Zustand der Troposphäre) an einem bestimmten Ort der Erdoberfläche, der unter anderem als Sonnenschein, Bewölkung, Regen, Wind, Hitze oder Kälte in Erscheinung tritt.
Aprilwetter

Die Meteorologie klassifiziert das örtliche Wetter einer bestimmten Zeit anhand der verschiedenen Phänomene in der Troposphäre, dem unteren Teil der Atmosphäre. Den Verlauf des Wetters bestimmt die von Sonnenstrahlung und regionaler Energiebilanz geprägte atmosphärische Zirkulation.

Im strengen physikalischen Sinne ist das Wetter ein bestimmter Zustand an einem bestimmten Ort auf der Erdoberfläche, den die Größen Gasdruck, Gasdichte und Gasgemisch vollständig determinieren. Ein „Wetter“ kann in einem Labor ebenso stattfinden wie über einem Kontinent, ohne dass die Definition von „Wetter“ verändert wird.

Ich freue mich schon auf wieder wärmere Frühlingstage, sehne mich nach dem Ende des kalten Winters. Aber das Wetter ist wie es ist. Klima und Wetter sind aufeinander eingestimmt. Und mit ihnen alle Organismen. Schnecken und Käfer fallen in Kältestarre, schützen sich zum Teil sogar mit körpereigenen Frostschutzmittel. Viele Säugetiere halten Winterruhe oder Winterschlaf .

Ändert sich das Klima dramatisch, wird es arg wärmer oder kälter, feuchter oder trockener so wird das sensible Ökosysteme stören und manche sogar kaputt machen und mit vielen Lebensformen für immer auslöschen

Die Anpassung der Organismen in ihre Umwelt geschah über über Millionen von Jahren. Dramatische Klimaänderungen gingen so auch mit Wellen der Massenausrottung einher. Die Änderungen waren zu schenell.

Klar haben die Ausrottungen das Rad der Evolution angekurbelt, neue Lebensformen hervorgebracht oder bestimmten Tiergruppen einen entscheidenden Vorteil gebracht. Aber wollen wir ausgelöscht werden um anderen Tiergruppen den Vortritt zu lassen? Wohl kaum!

Ich hoffe, liebe Leser, Ihnen/Euch wieder mal Lesestoff und Denkstoff mitgegeben zu haben und wünsche Euch trotz trüben  Wetters noch einen sonnigen Tag und einen lustigen, fröhlich ausklingenden Faschings-Dienstag! Lei lei!!

Bildquelle: C.Nöhren, pixelio.de

2 Kommentare

  • Geiler Blog, werde noch öfters kommen.

  • admin

    Hi!
    Danke für Dein Kompliment! Würd mich echt über rege Beteiligung der Besucher/innen auch auch zu den Diskussionen freuen. Was sagt Ihr zu den angesprochenen Themen? Wo stimmt Ihr mit mir überein, wo gar nicht?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.