Die Rechnung bitte

Meine Tochter holt sich Saft. Etwas zu hektisch leert sie den Inhalt der Flasche in ihr Trinkglas- und platsch, da passiert es: der Saft landet statt im Trinkgefäß auf dem Eßtisch und beginnt auf den Boden zu tropfen.  Sofort ist unere Hündin zur Stelle und beginnt den kleinen Saftsee am Boden auf zu lecken. Meine Kleine holt sich einen Schwamm und wischt das Malheur vom Tisch einfach weg.

Schwämme saugen auf…

Klar, der Schwamm saugt den Saft auf. Logisch- weiß jedes Kind. Aber passiert mit den großen Wassermassen bei Dauerregen wie in den letzten Wochen? Wenn Pegel der Flüsse und Bäche steigen und steigen?

Der Weg vom Hort nach hause führt über die Donau, die einen gefährlichen hohen Wasserpegel führt. Sogar hier in Wien, obwohl Wien durch die neue Donau geschützt ist- zumindest noch…

Das Wasser bahnt sich seinen Weg, obwohl die meisten Menschen noch immer glauben, Herr(innen) über die Natur zu sein. Dämme brechen, Häuser stehen unter Wasser- und viele Familien stehen vor dem Nichts. Haben Haus und Gut verloren und sind froh, zumindest am Leben zu sein.

Raubbau an der Natur

Die Rechnung für den Raubbau an der Natur, für verantwotlungslose Vergabe von Baugrund- und Baurecht kommt- und trifft Menschen, die es vielleicht mit einkalkuliert haben müssten überflutet zu werden (weil sie zu nah am Wasser bauten) oder die wie vom Blitz getroffen wurden, weil das Wasser unvorstellbar hoch stieg.

Das zweite Jahrhunderthochwasser in 10 Jahren…was folgt 2020?

Aber zurück zum Anfang der Geschichte: so wie der Schwamm die Saftpfütze meiner Tochter aufsaugte, so nehmen Augebiete die Wassermassen der Hochwässer auf. Viele Feuchtwiesen und Auen, also Überschwemmungsgebiete wurden aber in den letzten jahren wegrationalisiert. Bäche in Rohre gepfercht und Bachbette  in feste Kanäle verwandelt.. Anstatt der Natur Raum zu geben (etwa in Form von Überschwemmungsgebieten) denken die meisten Menschen immer noch, durch Technik die Natur besiegen zu können. Ich kriege eine Gänsehaut bei den Bildern von Grein: Was, wenn die dünne Mauer bricht? Dann ergießt sich eine Flutwelle wie ein Tsunami über das Umland und begräbt und zerstört alles unter sich.

2 Jahrhunderthochwässer in 10 Jahren, Unwetter und Extremwetterlagen auf der ganzen Welt. Der Klimawandel hat begonnen und er wird das Leben für uns nicht besser machen, wenn er voranschreitet. Kampf um Trinkwasser und Ressourchen, Wirbelstürme wie zuletzt in den USA und vieles mehr können die Folge sein.

Das Schicksal selbst in die Hand nehmen

Ich fürchte auf die Regierungen können wir uns zuwenig verlassen, die scheinen oft in der fester Hand von Konzernen und solange Konzerne nur Profit anstreben mit Gewinn für ein paar wenige und Verlust für viele können wir uns nur auf uns selbst verlassen. Unseren persönlichen Erdölverbrauch reduzierenund in unserem Umfeld darauf achten ein möglichst nachhaltiges Leben zu führen!

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