Ohne Strom

Im ORF war unlängst ein Film zu sehen; über eine Familie die einen Selbstversuch unternahm: Ein paar Tage ohne Strom zu leben.

Meine Kids sahen sich mit mir den Film an und waren fasziniert. Die Abenteuerlust glitzerte in ihnen in den Augen als sie mich fragten: Mama, probieren wir das auch?
Ich habe mir kurz überlegt, es auch zu versuchen,  aber in einer Stadtwohnung ist stromlos zu leben kaum zu machen. Wie im Winter ohne Strom kochen? Keinen Tee in der kalten Jahreszeit? Nur kalt essen?

Was allerdings der Film im ORF wie auch nachstehendes Youtube Video zeigt ist unsere Abhängigkeit von der Technik. Waschmaschine, Fernseher, Computer, Herd, Küchengeräte, Spielzeug: Wie vieles in unserem Leben ist vom Strom abhängig! Wobei ich über viele dieser Dinge froh bin. Ich bin froh, nicht wie meine Oma im Winter am eisigen Bach stehen zu müssen und mit der Wäscherumpel im eiskalten Wasser die Wäsche waschen muss oder Kochwäsche mühsam im Topf über dem Feuer auskochen muss.

Ich bin froh, dass ich den Herd mühelos einschalten und darauf kochen kann und im Wasserkocher im Nu Wasser für den Tee bereiten.  Ich bin auch froh, dass ich nicht von romantisch anmutender Kerzenbeleuchtung abhängig bin und nicht Angst haben muss, eines der Kinder stößt eine Kerze um und es beginnt irgendwo zu brennen in der verrußten Wohnung.

Strom ist wichtig für uns, wichtig ist aber auch, uns unseren täglichen Verbrauch bewußt zu machen und dort einzusparen wo wir ihn nicht brauchen:

  • Energiesparende Geräte besorgen
  • Geräte abschalten statt stand by
  • Nicht alle Geräte automatisieren: braucht man wirklich eine elektrische Zitruspresse oder geht das auch händisch
  • Kinderspielzeug ohne Batteriebetrieb den Vorzug geben (erspart auch die Entsorgung der giftigen Batterien)
  • Sorgfältige Auswahl des Stromanbieters (Anbieter ohne Atomstrom bzw. Strom aus kalorischen Kraftwerken)

Ich habe mich von den Filmen inspirieren lassen, den Stromverbrauch der Familie zureflektieren. Wo können wir noc mehr einsparen, wo kan jedes Familienmitglied einen Beitrag zum Stromsparen setzen?

Ohne Strom zu leben, wäre jetzt im Winter, in der Wohnung kaum möglich. Kochen wäre unmöglich, der heiße Tee auch. Wäsche waschen per Hand wäre möglich. Die Frage ist nur, ob unsere moderne Maschine nicht sogar ressourcensparender arbeitet (zumindest Wassersparender) als wenn ich per Hand wasche. Jedoch auch hier ist die Effizienz wichtig: wer die Trommel halb leer hat beim Waschen wäscht nicht so effizient, als wenn man die Trommel füllt usw.

Super aber die Familien, die diese Selbstversuche unternommen haben. Sie zeigen uns einfach wie abhängig wir von Strom und Technik sind und zumindest mich haben sie motiviert, verstärkt auf meinen Stromverbrauch zu achten, bewußter mit elektrischen und elektronischen Geräten umzugehen und auch auf einen sparsamen Stromverbrauch zu achten. Denn der Strom kommt nicht einfach nur aus der Steckdose…

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