10 Gebote gegen den Klimawandel

Mit langen Gesichtern trotten die Kids nach hause. Letztes Jahr waren wir immerhin ein paar mal rodeln in Wien. Und kurze Zeit konnte man sogar auf der alten Donau eislaufen. Das konnte man die letzten Jahre immer- zumindest kurze Zeit.

Heuer spielt das Wetter mal wieder richtig verrückt, während Teile Österreichs im Schnee versinken hatten wir in Wien vielleicht gerade mal 2 Tage Schnee. Während der letztjährige, sehr strenge Winter so gar nicht ins Bild der Klimaerwärmung passte, tut es der diesjährige schon. Wobei, warme Winter hat es immer schon gegeben, man muss eben zwischen Wetter, den kurzfristigen Erscheinungen wie Schnee, Hagel, Temperatur usw., die wir spüren und die empirisch messbar sind und demKlima unterscheiden. Unter  klima-der-erde.de/klima.html wird dieser Unterschied anschaulich erklärt.

Für die Kinder ist es natürlich spassiger, wenn sie im Schnee toben können, für die Autofahrer/innen und Hauswart/innen ist es praktischer so, ohne Schnee und Eis.

Und wie ist es für die Natur? Verwirrend. Manchmal scheint die Natur besonders früh aus dem Winterschlaf erwachen zu wollen. Ein später einsetzender Frost kann dann die Blüten zum Absterben bringen- und dann ganzen Kirsch-oder Apfelernten (je nachdem, zu welcher Blüte der Frost einsetzt) vernichten oder zumindest drastisch reduzuieren.

Für Insekten können Mildwinter, entgenen der allgemeinen Meinung, fatal sein. Gegen Fröste können sich Insekten der gemäßigten Breiten sehr gut schützen. Sie fallen in Winterstarre und vergraben sich in frostgeschützen Bodentiefen. Manche Insekten verfügen sogar über körpereigene Frostschutzmittel um dem Zelltod durch Erfrieren zu entgehen. Und wer schon mal in Norwegen war weiß, gerade im hohen Norden sind die Mückenplagen im Somer besonders schlimm. In feuchtwarmen Wintern können nun Parasiten, etwa Pilze die wehrlosen Insekten befallen und so zu deren Absterben führen.

Der jetzige Warmwinter passt  ins Bild der gehäuften Wetterkapriolen. Extremwetterlagen hat es immer schon gegeben, milde Winter ebenso. Weltweit gehäufte Extemwetterlagen wirken auf mich aber schon beängstigend und rütteln Klimaforscher/innen wie Umweltschützer/innen auf der ganzen Welt wach. Was bedeutet es, wenn Extremwetterlagen sommers wie winters häufiger werden?

Das kann Dürreperioden bedeuten, wie der niederschlagsarme November2011, ser trockenste November seit Beginn der Messungen, Tropenstürme am Mittelmeer oder sinflutartige Regenfälle . Klimaerwärmung bedeutet NICHT dass es bei un in Mitteleuropa angenehm mild und warm wird. Ein geändertes Weltklima bedeutet etwa eine Veränderung des Salzgehalts des Meer. Wenn die Pole abschmelzen kommt mehr Süßwasser ins Meer, das kann Warmwasserströme absenken, umleiten oder stören. Einer dieser Warmwasserströme ist der Golfstrom, ihm verdankt Irland sein mildes Klima. Was, wenn der Golfstrom versinken würde? Würde Europa in einer neuen Eiszeit landen, während weltweit die Temperaturen steigen oder würden die steigenden Welttemperaturen trotz versiegtem Golfstom auch Europa ein mildes Klima verleihen? Fragen, auf die man nur spekulative, aber keine seriösen Antworten geben kann. Ich finde unsere Klima ganz gut, auch wenn ich als Sonnenabeterin warme Sommer besonders begrüße. Für Experimente ist unsere Erde zu kostbar und wenn das Klima außer Kontrolle gerät und Hochwässer wie Dürreperioden und Wirbelstürme Alltag sind, könnte es sein, dass sich viele Menschen in die jetzige Zeit zurückwünschen würden, nach Motto: Ach hätten wir doch gehandelt, als es noch nicht zu spät ewar.

Was sollen, was können wir alle tun? Ich habe hier mal 10 Gebote für Klimaschützer/innen zusammengestellt:

10 Gebote für Klimaschützer/innen

1. Vegetarismus: Der hohe Fleischkonsum kurbelt laut mancher Forscher den Treibhauseffekt stärker an als Auto fahren

2. Nachhaltige Mobilität: Fahrrad fahren, zu Fuß gehen oder mit Öffis fahren. Wenn schon Auto fahren, dann spritfahrend gleiten im vollbesetzten Wagen (Fahrgemeinschaften) und mit kleinen,  wenig Treibstoffverbrauchenden Autos

3. Passivhäusern und Wohnungen in Niedrigenergiehäusern den Vorzug geben.  Alte Mithäuser oder Einfamilienhäuser rrenovieren (Wärmedämmung, neue Fenster)

4.Richtig heizen und Lüften. Auf Heizsysteme mit fossilen Rohstoffen verzichten. Stoßlüften statt Dauerkippen

5. Alte Stromfresser gegen neue, energiesparende Elektrogeräte austauschen

6. Weniger ist mehr. Lieber weniger, dafür qualitative Sachen kaufen als Mengen an Billigware. Das gilt für Kleidung, wie fürAccessoires oder Möbel. Wer allen Schnäppchen nachjagt, kriegt den Kleiderschrank nimmer zu, hat weit mehr als er/sie braucht und gibt mehr aus, als wenn man sich wenig, dafür gut überlegte Stücke kauft. Gerade für Kinder eignen sich auch Produkte aus dem Second hand Geschäft mit dem Bonus, dass hier die Schadstoffe schon weitgehend rausgewaschen sind oder Spielsachen ausgelüftet sind.

7. Die Kraft der Sonne nutzen, innovative Technologien fördern. Gekonnte Solararchitektur kann Heizung und Warmwasseraufbereitung nur mit der Kraft der Sonne betreiben und Photovoltaik und Windenergie geben sauberen Strom

8. Fairer Handel: Wenn die Menschen auch in Drittweltländern und Schwellenländern gerecht entlohnt werden, könn sie ihre Kinder zur Schule schicken und Umweltbewußtsein wird dadurch erst leistbar. Hunger und Not machen Menchen zu Wilderern nur um zu überleben. Gerechte Löhne und neue Perspektiven werden das Umweltbewußtseion der Menschen in krisenregionen steigen lasssen

9. Ökologisch Reisen: Nachhaltiger Tourismaus kann aus Wilderern Wildhüter machen und schöne Landstriche der Touristen wegen schützen. Egoistischer Tourismus bringt Globalisierung bis in kleinste Dörfer oder zerstört Korallenriffe für Hotelkomplexe. Auxh eine ökologische Anreise per Bahn kann unser Klima schonen. Alle europäischen Städte sind bequem per Bahn erreichbar. Probieren sie mal einen Nachtzug nach Paris!

10. Produkte aus biologischer Landwirtschaft schonen ebso das Klima, sorgen darüberhinaus für ein abwechlungsreiches Landschaftsbild und fördern unsere Gesundheit

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.