Unser Durst nach Öl

Was glauben Sie, wie hoch ist der Durst der Menschen nach dem schwarzen Gold, dem Öl aus den Tiefen der Erde?

Laut Wikipedia liegt der tägliche Verbrauch  weltweit  bei etwa 87 Millionen Barrel (im Jahr 2008). Wenn man bedenkt, daß 1 Barrel Edöl knapp 159 Liter Öl sind, kommt man auf die unvorstellbar riesige Menge von 16443 Millionen Litern Rohöl, die pro Tag verbraucht werden. Zum Heizem, im Verkehr, in der Industrie, zum Weiterverarbeiten in Teer, Plstik, Kosmetika usw.

Im unrühmlichen Rankingder Staaten um die Position der größten Erdölverschwender sind die USA traurige Spitzenreiter  (20,1 Millionen Barrel), gefolgt von China (6 Millionen Barrel) und Japan (5,5 Millionen Barrel)  . Deutschland (2,7 Millionen Barrel) liegt bei diesem Ranking an sechster Stelle, Österreich mit einen Verbrauch von 282000 Barrel  Öl täglich (ca. 44 Millionen Liter) an 44. Stelle.

Zum Vergleich: Der Neusiedlersee enthält etwa 325000l Wasser. Wäre er mit Öl gefüllt, hätte ihn der Öldurst der Österreicher 136  Tagen geleert…
Klimawandel, Umweltverschmutzung hin oder her:Der Weltverbrauch steigt um ca.2 % pro Jahr an, wobei der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch  bei den Industriestaaten deutlich höher als bei Schwellenländern und Entwicklungsländern liegt. So lag der Verbrauch in den USA 2003 bei 26,0 Barrel pro Einwohner, in Deutschland bei 11,7, während in China statistisch auf jeden Einwohner 1,7 Barrel kamen und in Indien gar nur 0,8. Weil viele Quellen versiegen und weniger neue Quellen gefunden und erschlosssen werden, als sie der weltweite Öldurst benötigen würde (wenn der derzeitige Trend weiter anhält) geben Staaten und Firmen auf der Suche nach neuem schwarzen Gold riesige Summen aus. In Afrika und unter dem arktischen Eis erhofft man noch riesige Lager. Ölforderungen in der Arktis hätten fatale Umweltfolgen, darum fordern Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace einen völligen Schutz der Arktis, ähnlich der Antarktis. In vielen Ländern Afrikas bringt der vermeintliche Ölsegen Leid und Zerstörung über die ansässigen Menschen. Während sich manche Konzerne (z.B. Shell) bereichern, geht die geschändete Bevölkerung leer aus, so etwa im Nigerdelta.

Der lokalen Bevölkerung bleiben Dreck, Verschmutzung und Krankeit, während sich andere am schwarzen Gold erfreuen. Nicht viel anders geht es in Russland zu, wo durch lecke PipelinesMillionen Liter Öl ganze Landstriche verwüsten. Dank OMV gurgelt das schmutzige russische Öl bald auch in österreichischen Autos…

Sie meinen das ist unerhört? Die Ölpest am Golf von Mexiko, die vergessene Ölpest im Nigerdelta und die schleichende Ölpest in Russland sind unerhört und furchtbar? Geht mir auch so, aber es komt noch dicker, aus dem Land der Naturburschen und Burschinnen. Die grausigste Umweltverschnutzung auf der Suche nach Öl findet gerade in Kanada statt. Dort werden riesige Gebiete auf der Suche nach wenig rentablem Ölsand total zerstört.

Wer will kann eine Pedition von Greenpeace Kanada gegen diese riesen Sauerei unterzeichnen.

Wir pappen uns Öl auf die Haut, verschwenden ungeniert säckeweise Ölprodukte (in Form von Plastiksackerln, die dann irgendwie und irgendwann im Meer landen) und verheizen den Großteil der wertvollen Fracht.

Dabei ginge es anders. Es gibt zahlreiche Technologien, hochsparsame Autos, Niedrigstenergiehäuser, die mit einer Kerze beheizbar sind, Energie aus nachhaltigen, umweltfreundlichen Energien.

Einen Teil dieser Ideen gab und gibt es auf der MS Wissenschaft zu bestaunen. Das Forschungsschiff präsentiert neue, innovative und teil spektakuläre Neuigkeiten aus dem Energiesegment. Leider aber auch gefährliche tchnologien wie etwa neue, angelich hochsichere AKWs oder die Gewinnung von Methanhydrat oder den viel diskutierten CO2-Sink Manche dieser neuen Technologien sind ein erneuter Versuch der Menschen, die Natur zu besiegen, Zuviel CO2? Na pumpen wirs halt in den Boden, die Auswirkungen sind unbekannt, die Menchheit rennt vielleicht vom Regen in die Traufe. EIn anderes Projekt, welches ich als sehr kritisch erachte ist die Gewinnung von Methanhydrat. Dieses soll aus der Tiefsee gewonnen erden und zum Ausgleich für das bei der Verbrennung entstehende treibhauswirksame Methan soll CO2 ins Gestein gepumpt werden.

Also, ich bin für U-Bahnfahren, Zug fahren, Häuser isolieren und eine Umstellung auf Kleinkraftwerke (Wind, Somnne)- bestes beispiel ist Güssing. Und ich hoffe, dass immer mehr Menschen auf den „grünen Zug“ Richtung Nachhltigkeit, Richtung Zukunft aufspringen!

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