Almrausch 2010

Ein großes Abenteuer

Zurück von der Alm, nach wundervollen Tagen mitten in der Natur, erhalte ich meinen Computer endlich wieder zurück. Nur leider dürte mein Gerät einen schweren Hardware-Fehler haben (neben einer kurierten Viren-Verseuchung). Aber im Moment freue ich mich, dass der Rechner läuft und ich meine Zeilen ins www schicken kann.

Unser Urlaub auf der Wansingalm war einfach fantastisch. Wir waren in der Region Nockberge in einem Tal auf 1700 Höhenmetern, voller Orchideen und anderer sehr seltener Pflanzen. Die Gegend war bäuerlich geprägt duch nachhhaltige Kulturlandschaft, Weiden und einem gut strukrurierten Umland. Die Kinder suchten in sumpfigen Wiesen (die andernorts drainagiert und trockengelegt sind) nach Fröschen und Molchen, liesen an glasklaren, eisklten Bächen selbstgebaute Schiffe aus Holz und Rinde fahren und spielten mit den Kindern der Nachbarschaft auf der frisch gemähten Bergwiese uralte, traditionelle Kinderspiele. Sie erlebten eine Freiheit, wie sie Kinder in der Stadt nicht (mehr) erleben können. Halfen in der Früh die Kühe auf die Alm zu teiben und trieben sie am Nachmittag zurück in den Stall. Lernten Kühe mit der Hand zu melken und erlebten- als absoluten Höhepunkt- sogar eine Kälbergeburt mit. Auf unseren weiten Wanderungen sahen wir neben zahlreichen Orchideen (Nur den Frauenschuh fanden wir leider nicht) Wildtiere wie Frösche in kleinen Tüpeln und Lacken (z.B. Baby-Frösche in mit Wasser gefüllten Kuhtritten), sahen Steinadler am Himmel kreisen, beobachteten Falken und eine Gams.

Positve Naturerlebnisse sammeln

Kuscheln mit dem neugeborenen Stier; Bildquelle: privatDie Kinder durften das neugeborene Kalb und ein junges Lämmchen mit der Flasche füttern
und das zahme Hängebauchschwein mit Küchenabfällen.

Mahlzeit!

Wie stinkig kam uns die Stadt vor, als wir wieder heimkamen.

Gerade für Stadtkinder ist es sehr wichtig, als Kind positive naturerlebnisse zu sammeln. Die Natur von ihrer schönsten Seite kenen zu lernen- und somit auch lieben zu lernen.

Entschleunigung

Unser Urlaub auf der Alm war aber mehr:
Er war ein Stück Ent-Schleunigung. Weg von der reizüberflutenden Stadt. Weg von Leuchtreklamen, lautem Straßenlärm und musiklischer Dauerberieselung in Geschäften. Einfach nur auf sich und die Natur hören. Sich und seine Umwelt mit allen Sinnen wahr zu nehmen. Riechen (Kühe, Mist und Blumen), Hören (Vögel, Frösche und Kröten, Adlerschreie, Kuhglocken und Kühe) und Spüren (das Kribbeln beim Queren des eiskalten Baches, das Kitzeln der Blumenwiese an den Beinen, das weiche Fell der Tiere) standen im Vordergund des Erleben. Die Einfachheit des Lebens rückte in den Vordergrund. Das selbstgebacke Brot und die frisch gemolkene Milch schmeckten besser als ein fünf-Sterne Menü.

Ich weiß jetzt jedenfalls, woher der Begriff “Almrausch” kommt: Vom Rausch der Sinne!

Meine Lieben und ich genossen unseren Urlaub und unseren Almrausch sehr und werden den nächsten Sommer bestimmt wieder in den Bergen verbringen!

Eindrücke…

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