Goldrausch

Posted on : 01-02-2012 | By : Silke Geroldinger | In : Tagebuch einer Mutter

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Meine Kleine verkleidet sich als Prinzessin. Als opulenten Goldschmuck für den Hals bstelt sie sich eine Kette aus Papier und bemalt diese mit Goldfarbe. Ja, Gold und Diamanten faszinierten schon unsere Urahnen oder Völker wie etwa die Maja und auch heute legen wieder viele Menschen ihr Geld in Gold an, weil sie den Banken nicht mehr vertrauen. Mit dem Gold ist es aber wie mit allen Ressourcen auf der Erde: Die Gier der Menschen schröpft die Vorräte und neue Quellen (Mienen) müpssen her. Leider sind viele dieser Minen alles andere als menschen- und/oder umweltfreundlich, etwa die australisch-indonesische Goldmine im Inselparadies Sulawesi oder die peruanische Yanscocha-Mine. Es gibt aber auch Fair-Trade Gold, etwa die ebenfalls peruanische Sotrami-Mine.

Aber es gibt noch einen Weg, um an Gold zu kommen, ein oft unterschätzter: Recycling Gold aus Elektronik-Schrott. Auch Althandys kann man auf diesem Weg recyclen. Derzeit wird allerdings ein Großteil unseres Elektro-Mülls illegal in Drittwelt- oder Schwellenländern entsorgt. Unter dem Deckmantel der Entwicklungshilfe entpuppen sich etwa ein Großteil gespendeter Gebrauchtcomputer als reiner Schrott, der dann von Kindern und Jugendlichen unter gefährlichen und umweltzerstörerischen Methoden aueinendergeschraubt, verbrannt und in seine Einzelkomponenten zerlegt wird. Die Kinder gefährden sich dabei selber und zerstören und vergiften Boden und Gewässer für eine minimale Ausbeute. Nicht viel anders ist es mit anderen Edelmetallen oder Edelsteinen, so etwa gelangten die Blutdiamanten zu trauriger Berühmtheit. Siehe auch das Youtube Video Blutdiamanten.

Einkaufen mit Hirn und Gewissen und Mäßigung in allen Lebenslagen statt Gier und Masslosigkeit könnte unser aller Leben und auch das von Mensch, Tier und Umwelt in weit entfernten Ländern zum positiven verändern.

10 Gebote gegen den Klimawandel

Posted on : 27-01-2012 | By : Silke Geroldinger | In : Natur und Umwelt, Tagebuch einer Mutter

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Mit langen Gesichtern trotten die Kids nach hause. Letztes Jahr waren wir immerhin ein paar mal rodeln in Wien. Und kurze Zeit konnte man sogar auf der alten Donau eislaufen. Das konnte man die letzten Jahre immer- zumindest kurze Zeit.

Heuer spielt das Wetter mal wieder richtig verrückt, während Teile Österreichs im Schnee versinken hatten wir in Wien vielleicht gerade mal 2 Tage Schnee. Während der letztjährige, sehr strenge Winter so gar nicht ins Bild der Klimaerwärmung passte, tut es der diesjährige schon. Wobei, warme Winter hat es immer schon gegeben, man muss eben zwischen Wetter, den kurzfristigen Erscheinungen wie Schnee, Hagel, Temperatur usw., die wir spüren und die empirisch messbar sind und demKlima unterscheiden. Unter  klima-der-erde.de/klima.html wird dieser Unterschied anschaulich erklärt.

Für die Kinder ist es natürlich spassiger, wenn sie im Schnee toben können, für die Autofahrer/innen und Hauswart/innen ist es praktischer so, ohne Schnee und Eis.

Und wie ist es für die Natur? Verwirrend. Manchmal scheint die Natur besonders früh aus dem Winterschlaf erwachen zu wollen. Ein später einsetzender Frost kann dann die Blüten zum Absterben bringen- und dann ganzen Kirsch-oder Apfelernten (je nachdem, zu welcher Blüte der Frost einsetzt) vernichten oder zumindest drastisch reduzuieren.

Für Insekten können Mildwinter, entgenen der allgemeinen Meinung, fatal sein. Gegen Fröste können sich Insekten der gemäßigten Breiten sehr gut schützen. Sie fallen in Winterstarre und vergraben sich in frostgeschützen Bodentiefen. Manche Insekten verfügen sogar über körpereigene Frostschutzmittel um dem Zelltod durch Erfrieren zu entgehen. Und wer schon mal in Norwegen war weiß, gerade im hohen Norden sind die Mückenplagen im Somer besonders schlimm. In feuchtwarmen Wintern können nun Parasiten, etwa Pilze die wehrlosen Insekten befallen und so zu deren Absterben führen.

Der jetzige Warmwinter passt  ins Bild der gehäuften Wetterkapriolen. Extremwetterlagen hat es immer schon gegeben, milde Winter ebenso. Weltweit gehäufte Extemwetterlagen wirken auf mich aber schon beängstigend und rütteln Klimaforscher/innen wie Umweltschützer/innen auf der ganzen Welt wach. Was bedeutet es, wenn Extremwetterlagen sommers wie winters häufiger werden?

Das kann Dürreperioden bedeuten, wie der niederschlagsarme November2011, ser trockenste November seit Beginn der Messungen, Tropenstürme am Mittelmeer oder sinflutartige Regenfälle . Klimaerwärmung bedeutet NICHT dass es bei un in Mitteleuropa angenehm mild und warm wird. Ein geändertes Weltklima bedeutet etwa eine Veränderung des Salzgehalts des Meer. Wenn die Pole abschmelzen kommt mehr Süßwasser ins Meer, das kann Warmwasserströme absenken, umleiten oder stören. Einer dieser Warmwasserströme ist der Golfstrom, ihm verdankt Irland sein mildes Klima. Was, wenn der Golfstrom versinken würde? Würde Europa in einer neuen Eiszeit landen, während weltweit die Temperaturen steigen oder würden die steigenden Welttemperaturen trotz versiegtem Golfstom auch Europa ein mildes Klima verleihen? Fragen, auf die man nur spekulative, aber keine seriösen Antworten geben kann. Ich finde unsere Klima ganz gut, auch wenn ich als Sonnenabeterin warme Sommer besonders begrüße. Für Experimente ist unsere Erde zu kostbar und wenn das Klima außer Kontrolle gerät und Hochwässer wie Dürreperioden und Wirbelstürme Alltag sind, könnte es sein, dass sich viele Menschen in die jetzige Zeit zurückwünschen würden, nach Motto: Ach hätten wir doch gehandelt, als es noch nicht zu spät ewar.

Was sollen, was können wir alle tun? Ich habe hier mal 10 Gebote für Klimaschützer/innen zusammengestellt:

10 Gebote für Klimaschützer/innen

1. Vegetarismus: Der hohe Fleischkonsum kurbelt laut mancher Forscher den Treibhauseffekt stärker an als Auto fahren

2. Nachhaltige Mobilität: Fahrrad fahren, zu Fuß gehen oder mit Öffis fahren. Wenn schon Auto fahren, dann spritfahrend gleiten im vollbesetzten Wagen (Fahrgemeinschaften) und mit kleinen,  wenig Treibstoffverbrauchenden Autos

3. Passivhäusern und Wohnungen in Niedrigenergiehäusern den Vorzug geben.  Alte Mithäuser oder Einfamilienhäuser rrenovieren (Wärmedämmung, neue Fenster)

4.Richtig heizen und Lüften. Auf Heizsysteme mit fossilen Rohstoffen verzichten. Stoßlüften statt Dauerkippen

5. Alte Stromfresser gegen neue, energiesparende Elektrogeräte austauschen

6. Weniger ist mehr. Lieber weniger, dafür qualitative Sachen kaufen als Mengen an Billigware. Das gilt für Kleidung, wie fürAccessoires oder Möbel. Wer allen Schnäppchen nachjagt, kriegt den Kleiderschrank nimmer zu, hat weit mehr als er/sie braucht und gibt mehr aus, als wenn man sich wenig, dafür gut überlegte Stücke kauft. Gerade für Kinder eignen sich auch Produkte aus dem Second hand Geschäft mit dem Bonus, dass hier die Schadstoffe schon weitgehend rausgewaschen sind oder Spielsachen ausgelüftet sind.

7. Die Kraft der Sonne nutzen, innovative Technologien fördern. Gekonnte Solararchitektur kann Heizung und Warmwasseraufbereitung nur mit der Kraft der Sonne betreiben und Photovoltaik und Windenergie geben sauberen Strom

8. Fairer Handel: Wenn die Menschen auch in Drittweltländern und Schwellenländern gerecht entlohnt werden, könn sie ihre Kinder zur Schule schicken und Umweltbewußtsein wird dadurch erst leistbar. Hunger und Not machen Menchen zu Wilderern nur um zu überleben. Gerechte Löhne und neue Perspektiven werden das Umweltbewußtseion der Menschen in krisenregionen steigen lasssen

9. Ökologisch Reisen: Nachhaltiger Tourismaus kann aus Wilderern Wildhüter machen und schöne Landstriche der Touristen wegen schützen. Egoistischer Tourismus bringt Globalisierung bis in kleinste Dörfer oder zerstört Korallenriffe für Hotelkomplexe. Auxh eine ökologische Anreise per Bahn kann unser Klima schonen. Alle europäischen Städte sind bequem per Bahn erreichbar. Probieren sie mal einen Nachtzug nach Paris!

10. Produkte aus biologischer Landwirtschaft schonen ebso das Klima, sorgen darüberhinaus für ein abwechlungsreiches Landschaftsbild und fördern unsere Gesundheit

Von der Armut der Menschen

Posted on : 15-01-2012 | By : Silke Geroldinger | In : Kind und Natur, Natur und Umwelt, Tagebuch einer Mutter

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Die Schule ist aus. Lachend und lärmend stürmen die Kinder aus dem Gebäude. Auch mein Sohn ist unter ihnen. Auf dem Platz vor der Schule unterhalten sich die Buben noch- über die Hausübung, über Vorfälle des vergangenen Schultages, über beliebte Filme und beliebte Filmfiguren. Da hält der beste Freund meines Sohnes inne und zieht stolz sein Handy aus der Schultasche. “Hallo Mama, ja ich komme gleich!”

Als ich in der Volksschule war, hatten wir ein so genanntes Vierteltelefon. Gemeinsam mit drei Nachbarn teilten wir uns einen Telefonanschluss. Und wenn ein Nachbar zu lange plauderte, konnten wir mitunter eine Stunde nicht ans Telefon. Zum Glück passierte nie ein Notfall, mussten wir nie die Rettung oder Polizei rufen.

Die Kids heute haben oft schon im Volksschulalter ein Handy, im Kindergarten ein I-Pad und im Gymnasium ein Sammelsurium technischer Geräte wie Playstation, Nintendo DS, Handy und I Pod oder I Phone, etc.

Im Spielzeugladen wie im Kinderzimmer sind die Regale übervoll und überall ist die Auswahl und Möglichkeit zwischen den Produkten derart groß, dass ein bescheidenes Auswählen weniger Güter immer schwerer wird. Das Maß oder Übermaß an Konsum macht uns immer gieriger und macht uns blind dafür, wie gut es uns geht. Der Nachbar hat ein neues HD-Fernsehgerät- wir wollen auch. Die Nachbarin hat ein neues Mobiltelefon- wir wollen auch. Das beginnt schon im Kindergarten, in der Fülle an Auswahl, an für die meisten leistbaren Produkten wird es schwierig zufrieden zu werden, sich an dem freuen, was man hat statt dem nachzujagen, was man noch nicht hat.

Ich staune immer wieder wieder übr die Außmasse der scheinbaren Wirtschaftskrise. Sicherlich, es gibt in Österreich sehr arme Leute. Ich bin selber in bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen, meine Mutter lebt von der Mindestpesion und auch ich musste lernen mit weniger auszukommen, als man braucht um über die Runden zu kommen. Aber dann stehe ich staunend am Strassenrand, sehe fast nur zumindest optisch neuwertige Autos. Sehe massenweise SUVs und andere benzinfressende Autos, die neben dem Klima auch dem Haushaltsbudget schaden müßten. Ich sehe Leute mit übervollen Taschen aus den Geschäften in den Einkaufszentren hasten, ich sehe Leute mit dem neuesten Elektronik-Equipment in der U-Bahn, ich sehe schon Kinder mit Android-Handy und IPhone im Bus hantieren, ich lese Berichte von Tonnen weggeworfener Lebensmittel, die noch essbar wären. Berge weggeworfenen Brotes in Wien- so viel, dass man Graz damit ernähren könnte und ich denke an die Geschichten meiner Mutter, meiner Oma und meiner Tanten aus der Nachkriegszeit. Ich denke an Fotos von Kindern (Geschwister und Cousins/Cousinen) noch in den Sechzigern. Sauber, gewaschene Kinder in ärmlicher, geflickter Kleidung, mit dem einen Teddy vorm Weihnachtsbaum. Ich denke an Menschen, denen ich begegnet bin: Menschen in Slums bei Ankara, Kinder auf Müllhalden in Nairobi, Familien die auf der Strasse schliefen in Südamerika.

Und ich frag mich: Muss, kann Wirtschaft immer wachsen?  Können die Leute bei dem Wahnsinn an Gütern wirklich so arm sein oder sind wir einfach nur so gierig geworden, weil wir immer mehr und mehr und mehr wolle. Maßlos und zügellos?

Manchmal denke ich auch dass es eigentlich umgekehrt ist, wie die meisten jammern: Nicht dass alles zu teuer ist, sondern zu billig. Noch vor wenigen Jahrzehnten machten Lebensmittel 30% eines Haushaltsbudgets aus. Heute geben wir trotz “Teuro” weit weniger aus. Kleider, Schuhe, alles wird weggeworfen und während unsere Mütter noch die Strümpfe flickten, können heute die wenigsten noch Socken stopfen. Die Waren sind so billig, dass wir sie nicht mehr schätzen. Das Treibstoff trotz Horrormeldungen in den Medien billig genug, mit “Benzinschleudern” herumzufahren. Tragisch nur, dass Teuerungen leider wieder nur jene treffen würden, die sich schon jetzt diesen verbreiteten opulenten Lebensstil nicht leisten können….

Als Kind hat mir mein Bruder eine asiatische Weisheit ins Stammbuch geschrieben, die den Konsumwahnsinn unserer modernen Zeit gut trifft:

Der zufriedene Mensch, wenn auch arm, ist glücklich, der unzufrieden Mensch wenn auch reich, ist traurig.

Ich wünsche uns allen mehr Zufriedenheit, mehr Gelassenheit und dafür mehr Zeit in der Natur mit den Liebsten, fernab von Konsumwahn und Massenwaren.

Mädchen aus Bocas (Panama) (privat)

Diese Kinder aus Bocas del Toro in Panama waren arm aber glücklich. Sie gehören zu einer indigenen Gruppe, die stolz ihre Traditionen beibehalten, von Handwerk und nachhaltigen Fischfang sowie Obstbau leben. Was sie zum Leben brauchen, haben sie (ums Überleben müssen sie nicht bangen), statt materiellem Überfluss haben sie Freiheit, die Gesellschaft anderer (Kinder) und viel Natur rundherum

 

Apokalypse now!

Posted on : 07-01-2012 | By : Silke Geroldinger | In : Natur und Umwelt, Tagebuch einer Mutter

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2012, das Jahr der Apokalypse, wenn man den Prophezeiungen der Maya glaubt- bzw. dem was manche Esoteriker/innen aus dem bekannten Maya- Kalener herauslesen wollen. Magische Daten rufen immer Weltuntergangstheotien oder Beschwörungen hervor. Und nachdem 2000 die Welt nicht untergegangen ist, warum also nicht am 21.12.2012?

Mit Weltuntergangstheorien kann man die Gemüter aufwühlen, kann man Geschäfte machen, Kinokassen füllen mit 2012- Filmen oder anderes. Wozu sparen statt auf den Putz hauen, wenn die Welt untergeht?

2012 wird tatsächlich was passieren, allerdings nicht der Weltuntergang, sondern ein spekakuläres Himmelsschauspiel, nachzulesen unter National-Geographic oder wikipedia.

Interessanterweise haben viele Menschen, zum Teil auch die Medien mehr Interesse an esotherischen Zukunfts-Horror-Szenarien, die man ausschlachten kann, die super spektakulär sind, die einem eine Gänsehaut auf den Rücken zaubern als an tatsächlichen Alltagsproblemen. Der drohende Klimakollaps ist so in aller Munde und dennoch so real, dass er nicht mehr interessant ist. Und obwohl die Gefahren Klimaerwärmung, Artensterben, Verschmutzung der Meere, nucleare Bedrohung etc. uns tatsächlich bedrohen und dringend Handlungsbedarf herrscht, um diese Gefahren zu bannen, gehen die Maßnahmen nur schleppend voran. Die Erfolge bei den Klimakonferenzen sind, wenn man sie überhaupt Erfolge nennen darf, nur mäßig. (Überblick über die Klimakonferenzen) Auch die Erfolge der aktuellstenWeltklimakonferenz in Durban sind sehr umstritten. Tatsache ist, dass sich zuwenig tut. Weder auf politischer Ebene noch im Handeln jedes einzelnen von uns. Fatalerweise trifft es ja auch die Hauptverursacher nicht als erstes (abgesehen von Wettereskapaden wie fatale Stürme, Hochwässer usw.) sondern jene, die ohnehin nichts haben und daher auch den minimalsten ökologischen Fussabdruck verursachen.

Mein Vorschlag an all jene, die vorm 21.12.2012 zittern oder Angst und Schrecken vor diesem Datum verbreiten ist, nicht vor fiktiven, aus derzeitiger Sicht kaum realistischen Szenarien zittern sondern die Augen aufmachen, die tatsächlichen Probleme wahrnehmen und gegen diese handeln!

Ein gutes und schönes und erfolgreiches Neues Jahr 2012 (ohne Weltuntergang) wünsche ich auf alle Fälle all meinen Leser/innen

 

 

 

Costa Rica

Posted on : 05-08-2011 | By : Silke Geroldinger | In : Tagebuch einer Mutter

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So, da sind wir nun, nach 10h Flug in einem viel yu engen Flugyeug. Nach kuryer Besichtigung des Panamakanals und der modernen Stadt Panama City (wir landeten in Panama) fuhren wir per Bus in den Regenwald der Oesterreicher. Dieser Wald machte waehrend unseres Besuchs seinem Namen alle Ehre: es regnet mindestens einmal am Tag. Dafuer sehen wir allerhand Tiere: Kaimane, Schildkroeten, jede Menge Froesche, bunte Schmetteringe und sogar einen Krebs.

Mitten in der Natur kann man auf der
Forschungsstation La Gamba den Sinn des Naturschutyes erleben. Yahrreiche Wanderege fuehren durch hunderte Jahre alten Primaerwald (“Urwald”) und durch wieder aufgeforsteten Wald, als 1987 die Region auf Initiative eines oesterreichischen Musikers unter Schuty gestellt wurde.

Im Regenwald yu sein ist mehr als im Regenwaldhaus in Schoenbrunn yu sein. Obwohl es die Macher des Regenwaldhauses recht gut hingekriegt haben, einen Eindruck vom Regenwald yu vermitteln. Regenwald ist aber mehr: urwuechsige Vegetation wohin man blickt, Geraeusche und Stimmen unyaehliger Tiere. Abendessen in der Forschungsstation bedeutet auch: Fledermaeuse beim Abendessen, riesige Nachtpfauenaugen und die Nachtmusik  abertausender Grillen.

Viele km2 Regenwald wurden und werden fuer die Produktion von Palmoel und anderen Artikeln fuer die westliche Welt gerodet. Dabei enthalten die Lungen der Welt allerlei Geheimnisse: Medikamente (Wirkstoffe in Pflanyen, die noch nicht entdeckt wurden), unentdeckte Tierarten und sie schuetyen unser Klima.

Liebe Greusse aus Costa Rica!!

 

 

Be my Barbie – Girl!

Posted on : 29-06-2011 | By : Silke Geroldinger | In : Tagebuch einer Mutter

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Als meine Kinder zur Welt kamen, versuchte ich mein bestes, um beide möglichst geschlechtsneutral zu erziehen. Sohn wie Tochter bekamen Puppen und UND Autos, Konstruktionsspielzeug und einen Puppenwagen geschenkt. Sehr bald aber wurde mir kklar, dass auch wenn man sich bemüht, seine Kinder nicht in typische Rollenklisches zu stoßen,man sehr bald an seine Grenzen stößt. Wer schickt schon einen Buben im Hello-Kitty Pulli in den Kindergarten? Ein Mädchen im Spiderman-Shirt wird schon eher akzeptiert.

Im Kindergarten selber die nächsten Erfahrungen. Mein Sohn, der ob durch Erziehung oder durch sein Naturell, kein typischer Bub ist, weich und sensibel ist und nicht unbedingt auf typische Bubensachen wie Fußball steht und auch “Mädchensachen” wie “Hello Kitty” und die Farbe rosa mag, suchte sich Freunde, die ähnlich wie er interessiert sind. Meine Tochter kam aber schon mit etwa 3 in eine Mädchen-Clique in ihrer Kindergartengruppe, wo Schönheit, Lippenstift, Prinzessinnen und Barbie absolut wichtig und hip sind. Typische Mädchensachen, und das, obwohl sie vor dem Kindergarteneintritt mindestens ebensogern mit Autos als mit Puppen spielte.

Und auch wenn es mir etwas peinlich ist, etliche Geburtstage später (meine Tochter wird jetzt 6) haben sich Barbies (von Mattel) in unser vormals ökologisches Kinderzimmer eingeschlichen. Es ist einerseits schwer, einer 4 oder 5jährigen zu erklären, warum nur sie keine Barbie haben darf, wenn alle Freundinnen die neuesten Modelle aus dem Katalog in Händen halten und natürlich auch (fast) alle Freundinnen als Geschenk eine Puppe oder Zubehör mitnehmen.

Ohne jetzt also den mahnenden Zeigefinger heben zu wollen, möchte ich Ihnen und Euch an dieser Stelle dennoch einen Film von Greenpeace zeigen. Nicht nur die Inhaltsstoffe (Weichmacher etc.) auch von internationalen Spielzeugkonzernen sind manchmal problematisch, nicht nur die Sozialpolitik (Kinderarbeit; Kinder für Kinder) sondern, wie der Film zeigt, auch ganz akut die Umweltpolitik.

Auch wenn es schwer ist, ein Kinderzimmer ohne Barbie und co zu gestalten; lassen wir diesen Film auf uns wirken und vielleicht können sich auch kleine Prinzesinnen mit weniger Barbies begnügen (wenn es schon sein muss…)

ZUM NAHENDEN SCHULSCHLUSS WÜNSCHE ICH NUN ALLEN LESER/INNEN
SCHÖNE UND ERHOLSAME FERIEN!!!!!
ALLEN KIDS UND NATÜRLICH AUCH ALLEN ELTERN WÜNSCHE ICH EINE WOHLVERDIENTE ERHOLUNG!!!

Voll Energie in die Zukunft!

Posted on : 17-06-2011 | By : Silke Geroldinger | In : Tagebuch einer Mutter

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Am Weg zur Schule schnappt mein Großer eine Überschrift vom Titelblatt der rund um sitzenden, lesenden Mit- U-bahnfahrer/innen auf. “Italien stoppt auch seine Atomkraftwerke!” erklärt er mir strahlend.
Das schier unmögliche ist geschen. Aber müssen wir Menschen immer erst auf die Nase fallen, bevor wir lernen? Oder anders: wie oft müssen Menschen auf die Nase fallen, ehe sie lernen?

Profit und Wirtschaftswachstum stehen noch immer an erster Stelle der Wichtigkeit in den Köpfen vieler, besonders in den Köpfen mächtiger Menschen. Skrupellosigkeit und wirtschaftliches Denken ohne Kompromisse scheinen nach wie vor der beste Weg zu sein, um nach oben zu kommen. Noch immer werden Umweltschäden zu gering bewertet. Oder wer sollte für die immensen Schäden am Golf vom Mexiko oder die durch den Reaktorunfall in Fukushima im Pazifik sonst aufkommen?

Wir in Europa leben zu unserem Glück in einer stabilen Demokratie. Doch wen wählt der Großteil der Österreicher/innen ins Parlament? Nicht die, die für Nachhaltigkeit und Stabilität für Generationen sorgen würden. Obwohl wir wissen, dass die globale Erwärmung Katastrophen nicht erahnten Ausmasses nach sich ziehen wird, obwohl wir wissen, dass Trinkwasserreserven knapp sind und angesichts der Veränderungen im Zuge der Klimaveränderung noch knapper werden.

Wir Menschen sind gut im Tragen von Scheuklappen, sind gut im Wegsehen, bis man nicht mehr wegsehen kann. Ein Loch in der Ozo
nschicht- erst dann ging man weg vom FCKW, obwohl es sind so viele Altlasten an FCKW im Umlauf, das das Loch trotz FCKW Stopp noch rund 25 Jahre weiterwachsen wird. Der sure Regen brachte uns dazu Filter in Fabrikschlote einzubauen und die Wälder haben wieder eine Chance. Aber nun trüben diese Erfolge, der Stopp des FCKW Einsatzes, die sich erholenden Wälder unsere Sichtweise für die Zukunft. Wird schon gehen. Aber beim Klimawandel dürfte das anders sein. Wenn der Point of no return überschritten wird, gibt es kein zurück mehr, dann werden Kaskaden an Folgen eintreten, ähnlich einem Domino-Lauf und dann ist es zu spät.

Ich will aber nicht pessimistisch in die Zukunft blicken. Ich will, dass meine Kinder eine Zukunft haben, also hoffe ich, dass die Menschen bald genug oft auf die Nase gefallen sind und endlich handeln. Energie sparen, vernünftig werden und lernen, das Verschwendertum und Wohlstand nichts miteinader zutun haben (müssen) und entkoppelt (also getrennt) gehören.

ALIENS UNTER UNS!!!

Posted on : 19-05-2011 | By : Silke Geroldinger | In : Kind und Natur, Natur und Umwelt, Tagebuch einer Mutter

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Stolz erzählte mir mein Großer, als ich ihn vom Hort abholte, er hätte am Weg von der Schule mehrere kleine Götterbäume ausgerissen und unschädlich gemacht. Nein, mein Sohn ist kein Wüstling, kein Vandale, aber wir unterhielten uns Tags zuvor über Aliens in der Natur, über Pflanzen und Tiere mit Migrationshintergrund. Und während Mitbürger/innen mit Migrationshintergrund unsere Gesellschaft- bei entsprechender gegenseitiger Toleranz-bereichern können, sind tierische und pflanzliche Migranten in günstigeren Fall ökologisch neutral und im schlimmsten Fall eine akute Bedrohung für die heimische Flora und Fauna! Dabei folgen die Einwanderer- man unterscheidet vor 1500 eingebürgerte Arten (archäophyhyten und Archäozooen) von später eingebürgerten Arten, der sogenannten 10er Regel. Das heißt:

10 % der eingeführten oder eingeschleppten Arten halten sich unbeständig,könnensich nicht dauerhaft ohne menschliches Zutun vermehren oder Ausbreiten);

10 % davon etablieren sich dauerhaft in naturnahen Lebensräumen, wiederum ca. 10% dieser eingebürgerten Arten können unerwünschte Auswirkungen und damit invasiven Charakter haben.

Von 1.000 eingeführten oder eingeschleppten Arten kommen demnach 100 unbeständig vor, 10 etablieren sich dauerhaft und nur eine (= 0,1%) wird invasiv und bedrängt heimische Arten.

In untenstehender Liste habe ich ein paar sehr wichtige Neophyten (also neue Pflanzen) zusammengefaßt, jeweils mit weiterführenden Links- wenn man auf den Pflanzennamen klickt.

Neophyten Wissenswertes/Problematik

wikipedia.org
Chinesischer Götterbaum Bekanntestes Exemplar steht vor dem Stephansdom. Bekannt für seine Spanner (Schmetterlingsart) aus einer Universum Doku
 

Großer Verbreitungsradius über Flüsse etc., verdrängt heimische Arten, „Problembaum“

 

 

 


gartenfreunde.de
Essigbaum Zierpflanze aus dem Osten Nordamerika. Noch nicht fest etabliert, ist aber bei Imkern sehr beliebt und mit einer weiteren Ausbreitung ist zu rechnen.Alterative: Blumen-Esche 

 

 


wwf.at
Drüsiges Springkraut Verwilderte Zierpflanze mit großem Verbreitungsradius. 

Bedroht Pflanzen in den heimischen Auen

Massiv invasiv- auf der “Schwarzen Liste”


gs-lasker.bildung-lsa.de
Platane Robuster Parkbaum. Manche eingeschleppte Krankheiten betreffen nur Platanen, die dann sehr pflegeintensiv sind. Keinen ökologischen Nutzen 

Alternativen: Heimische Ahorn-Arten

 

 

 

community.fachwerk.de Robinie Massiv invasive Art- invasivste in Österreich. Kann Luftstickstoff binden und überdüngt somit den Boden- verdrängt dadurch seltene Magerrasen Arten wie Orchideen und die Tiere, die davon abhängig sind! Beliebter Imkerbaum 

 

 


yahana.de
Roßkastanie Wird seit Ende des 16Jhdt. Kultiviert, bzw. wieder eingebürgert, nachdem sie während der Eiszeit ausgestorben war. Keine invasive Art- aufgrund der großen Samen hat sie nur einen kleinen Ausbreitungsradius 

sanu.ch
Kanadische Goldrute Stammt aus Nordamerika und ist seit 1644 in Europa nachweisbar. Invasiver Neophyt; Bedrängt heimische, lichtliebende Arten und stört den Verlauf der Sukzession in Weingärten oder Magerrasen- und verdrängt so zunehmend heimische, seltene Arten 

 

 

Aber nicht nur Pflanzen bedrohen unsere heimische Arten, auch manche absichtlich eingebürgerten Tiere (etwa als Jagdwild) oder als blinde Passiere eingereiste Nager (Ratten) werden zum Problem, etwa die eben erwähnte Ratte oder die spanische Wegschnecke. Die spanische Wegschnecke hat heimische Wegschnecken bereits größtenteils verdrängt und aufgrund ihres bitteren Scleims in Österreich praktisch keine Feinde Feinede: Igel und Kröten meiden sie. Anders die indische Laufente, die nun gezielt zur Bekämpfung des Schädlings eingesetzt wird.

Unten stehend ein Überblick über tierische Aliens

Neozoen Wissenswertes/Problematik
neobiota.at Fasan Im Mittelalter aus Mittelasien für die Jagt eingebürgert. Manchmal Nahrungskonkurrent anderer Hühnervögel 

 

 

neobiota.at Kartoffelkäfer Der Kartoffelkäfer stammt aus Nordamerika und gelange bereits Ende des 19 Jhdts miit einem Dampfschiff nach deutschland. Die behauptung, die Alliierten hätten Kartoffelkäffer als Waffe über Deutschland vorgewiesen war eine Propaganda der NAZIS und konnte nie nachgewiesen werden
pixelquelle.de Waschbär Von Deutschland ausgehend haben sich die vielseitigen Tiere bis nach Österreich ausgebreitet wo sie entlang von Korridoren wie Bahndämmen sich noch weiter verbreiten. Sie sind gerne in Städten nztreffen, wo sie Mülleimer plündern, bedrohn aber auch lokal Vogelpopulationen (Eierdieb) Eventuell auch Schäden an der Amphibienfauna
wikipedia.org Mufflon Mufflons waren ursprünglich nur auf Korsika und Sardinien heimisch und wurden im Mittelalter ausgewildert. Sie verbreiteten sich rasch und können mitunter in Wäldern erheblichen Fraßschaden anrichten, allerdings können sie sich nur halten, wenn natürliche Feinde fehlen. Bei der Anwesenheit des Wolfs etwa sterben Mufflons im Flachland rasch aus.
herpetofauna-nrw.de/Arten/4.2Schmuckschildkroten.htm Rotwangenschildkröte Schmuckschildkröten wurden und werden von vielen überforderten Tierhaltern in die Freiheit entlassen und wurden so in Parkteichen neben Stockenten und Goldfischen zur häufigste Art. Auch wenn noch keine Brut belegt wurde, so bedroht sie in heimischen Auen die europäische Sumpfschildkröte und hat sie mancherorts schon verdrängt.
mueckisch.de 

 

Wanderratte Aus Nordostasien stammend breite sich die Wanderratte als blinder Passagier an Bord vieler Schiffe über die ganze Welt aus. Sie verdrängte die Hausratte weitgehen und ist ein gefürchteter Schädling und Krankheitsüberträger
view.stern.de Bisamratte Keine Rattenart, sondern gehört zu den Wühlmäuse. Gefürchtet, weil sie oft Hochwasserschutzdämme untergraben. Wir häufig mit dem Biber oder Nutria (ebenfalls ein Neozooe) verwechselt
weichtiere.at Spanische Wegschnecke Großer Verbreitungsradius, massiver Scädling, sieht der heimischen roten Wegschnecke sehr ähnlich und hat diese sowie die schwarze Wegschnecke bereits großteils verdrängt

Ich habe meinem Sohn erklärt, daß er zwar grundsätzlich Recht habe, die Götterbäume auszureißen, aber es wohl nicht in seinen Zuständigkeitsbereich gehöre. Wir haben vereinbart, Drüsiges springkraut, Götter- und Essigbaum auf Auspaziergängen zu entfernen, sollten wir mal eine dieser Arten auf einem Streifzug sehen und natürlich aus dem Garten zu verbannen. Götterbäume in der Stadt zu entfernen liegt wohl eher im Aufgabenbereich der Stadtverwaltung. Und es liegt in der Eigenverantwortung jedes einzelnen, bei der Wahl der Bepflanzung seines Gartens, diese, wenn auch oft hübschen Pflanzen zu vermeiden. Und die besten Pflanzungen im Garten sind auf alle Fälle heimische Pflanzen. Und da gibt es viele sehr schöne: Blumenesche, Salweide, Ahorn und an Kräutern Minze, Thymian und viele, viele mehr!!!

Traktorspurblatt-Baum und Mascherl-Baum

Posted on : 16-05-2011 | By : Silke Geroldinger | In : Tagebuch einer Mutter

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Was ich nicht kenne, kann ich nicht lieben 

Was ich nicht liebe, will ich nicht schützen

Was ich kenne und liebe, will ich für die Zukunft bewahren!

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Meine Kinder und ich gehen vom Kindergarten nach hause. Unterwegs kommen wir an einer Hainbuche vorbei. Freudig hüpft meine 5jährige hin, pfückt sich ein Blatt und jauchzt:”Mami sieh mal, ein Traktorspurblatt-Baum!” Ein älterer Herr gehr stirnrunzelnd und achselzuckend vorüber. Ich besehe mir den Fund meiner Kleinen und bestätige ihr erfreut: “Gut gemacht, richtig erkannt!”

“Wieso Traktorspurblatt-Baum?” werden sie sich verwundert fragen. Der Baum heißt doch Hainbuche ( Carpinus betulus)

Richtig, werde ich ihnen antworten. Aber um einen Baum zu erkennen, ist es nicht zwingend notwendig ihn unter seinem offiziellen Namen zu kennen. Viele Pflanzenkenner, Kräuterfrauen, Indigene, kennen eine riesen Schatz an Pflanzen unter Regionalnamen- und so ist es auch mit den Kindern. Läßt man Kindern einen Baum oder eine andere Pflanze genau betrachten und fordert man sie dann auf, den Baum so zu nennen, wie es für sie passen würde, so werden sie sich diesen Namen gut merken können.

Leider ist es mir nicht gelungen, dies im Zuge einer Studie zubelegen, weil während der Studie einige teilnehmende Kinder ausfielen, kam die für die Statistik notwendige Zahl an Probanden nicht zusammen.Wenn ich aber aus meiner langjährigen Erfahrung Resume ziehe und Kinder beobachte, so dürfte es aber schon so sein. Ein etwa 6jähriger Bub nannte bei einer Exkursion die Hainbuche Traktorspurblatt-Baum. Die Muster an den Blättern der Hainbuche erinnern ihn an Traktorspuren, sagte er. Ich erzählte diese Anektote meinen Kindern und seither ist die Hainbuche der Traktorspurblatt-Baum- und wird zielsicher erkannt. Wir haben auch andere lustige Namen für die Bäume, der Glatt-Baum (besonders glatte Blätter) ist die Buche, der Handbaum der Ahorn und die Esche ist unser Mascherl-Baum, weil meine Tochter findet, die Fiederblättchen sähen aus wie auf den Blattstängel aufgebundene Mascherl.

Nachweisbar oder nicht (noch nicht, vielleicht belegt es ja mal eine andere Studie), bei uns funktioniert es, und wenn die Kinder Traktorspurblatt-Baum, Mascherl-Baum und Glattbaum erkennen, warum nicht? Sie kennen die Natur, sie lieben die Natur, und die echten Namen kommen nach und nach ganz automatisch dazu!

HATSCHIE-IEE!! im Jahr des Waldes

Posted on : 04-05-2011 | By : Silke Geroldinger | In : Tagebuch einer Mutter

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Die Sonne strahlt, die Vögel zwitschern und fliegen aufgeregt herum- auf der Suche nach einem Nistplatz oder mit dem Nestbau beschäftigt. Wir sind im Garten meiner Mutter- nur mein Bruder fehlt. Hatschi- pardon- heuschnupfenbedingt.

Während es für für die meisten von uns einfach nur schön ist, im Frühling die Bäume und Büsche und Blumen blühen zu sehen, leiden manche furchtbar darunter. Und dieses Leid beginnt, je nach Härte des Winters, manchmal schon recht früh. Oder, so wie heuer, recht spät, dann aber gleich alle auf einmal. Die Frühblüher und all jene, die sonst ein wenig Zeit lassen beginnen dann fast zeitgleich mit ihrer Blütenpracht

Warum ist das so, warum blühen nicht alle Pflanzen auf einmal?, will mein 8jähriger Sohn wissen. Jede Pflanze sucht sich den für sich günstigsten Zeitpunkt zum blühen. Die Salweide (“Palmkätzchen”) etwa blüht besonders zeitig und ist so die erste Nahrungsquelle für die eben aus der Winterstarre erwachenden Bienen. Frühblüher im Wald, das Leberblümchen, Schneeglöckchen der Buschwindröschen nutzen die Lichte des Waldes für sich, das heißt sie profitieren davon, dass die noch nicht nicht geschlossene Baumkronendecke Licht bis zum Boden des Waldes durchläßt. Sobald die Blätter voll entfaltet sind und nur noch wenig Licht bis zum Boden durchdringt, ist die Ära der Frühblüher wieder vorbei. Kenner erkennen die Pflanzen natürtlich an ihren Blättern, aber mit der Blüte muss man bis zum nächsten Frühjahr warten.

Auch haben die Pflanzen ganz unterschiedliche Tricks entwickelt. Die einen setzen auf Bienen, mit wunderschönen Blüten, die die Bienen anlocken sollen, verführerischen Duft und lohnendem Nektar. Die Bienen werden für ihre Bestäuberarbeit mit Nektar und Blütenpollen belohnt. Andere Pflanzen locken Fliegen an, das jene Pflanzen, bei denen wir die Nase rümpfen, wenn wir an ihren vermeintlich wohlrichenden Blüten schnuppern. Manche Arten haben ganz fiese Tricks, so etwa sperrt der Aaronstab durch seinen widerlichenen Aasgeruch angelockte Inekten regelrecht ein, bis er bestäubt wurde. Wiederum andere Pflanzen, dazu gehören sehr viele Gehälze, ersparen sich all diese Mühen, sie bilden recht einfache Blüten- und lassen sich einfach vom Wind bestäuben.

Welche Strategien eine Pflanze auch wählt, Frühblüher oder späterer Zeitpunkt, windbestäubt oder energieaufwändige Nektarproduktion, um Schmetterlinge und Bienen anzulocken, 2011 ist das internationale Jahr des waldes. Und ich finde der Wald- und generell alle Pflanzen sollten zu diesem Anlass einmal mehr gewürdigt werden. Pflanzen ermöglichen das leben auf der Erde. Pflanzen und wenige bakterienarten (Cyanobakterien) sind dazu befähigt CO2 zu verwerten, aus CO2 und Wasser Zucker herzustellen und somit Nahrung zu produzieren. Ganz nebenbei produzieren die Pflanzen auch Sauerstoff- für uns und alle Tiere lebensnotwendig!

Was aber tut die Menschheit? Profitmaximierung steht im Vordergrund, aus gesundem Mischwald werden kränkelnde Forster. Um den Energiebedarf zu stillen soll quardratkilopmeterwqeise Regenwald für Kraftwerke geopfert werden, so auch das rieige, in Brasilien geplante Kraftwerk Belo Monte, welche natur zerstört und indigenen Bevölkerungsgruppen die Lebensgrundlage raubt.

Aber auch wir sind nicht auf einer Insel der Seligen. Ganz Wien ist stolz auf seinen Nationalparlk vor den Toren. Ungehindert dessen will man diesen untertunneln und eine Autobahn bauen. OK, man baut keine <schneise mittendurch, aber eine Au ist ein sensibles, wassergebundenes Ökosystem. Es wird laufend an Revitalisierungen abgeschnittener Altarme gefeilt, einer Untertunnelung kann den Wasserhaushalt der Au massiv stören.

Ich blicke aus dem Fenster, die Sonne lacht vom Himmel, warum nicht mit den Kindern einen Ausflug in den ergrünten Wienerwald unternehmen?